Gesunde Lebens- und Arbeitswelt Niederbayern ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Fachhochschule Deggendorf und der Arbeitsgemeinschaft Initiative Gesundheit – gesunde Lebens- und Arbeitswelt, Dingolfing, Landshut, Straubing.
Die Arbeitsgemeinschaft besteht aus Kooperationspartnern, die durch eine verbindliche, vertragliche Erklärung beabsichtigen, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierten Wettbewerbs „Gesundheitsregionen der Zukunft“ und darüber hinaus, eine Gesundheitsregion entsprechend des Antrags weiterzuentwickeln. Dies geschieht durch Vernetzung der relevanten Akteure aus Gesundheitsversorgung, Forschung und Industrie.
Die Gesunde Lebens- und Arbeitswelt Niederbayern greift bestehende populationsbezogene medizinische Vollversorgungsstrukturen auf und erweitert diese um präventive und gesundheitsfördernde Ansätze an der Schnittstelle zwischen Lebenswelt und Arbeitswelt. Dabei wird am Beispiel psychischer Erkrankungen gezeigt, was ein integrativer Pfad zwischen Betriebsärzten, niedergelassenen Ärzten und Kliniken leisten muss, um neben medizinischen Interventionen auch soziale Verantwortung in die Gesellschaft zu übertragen. Im Ergebnis sollen Belastungen in der Familie und am Arbeitsplatz reduziert, sowie durch überlegten Ressourceneinsatz eine dauerhafte Finanzierung der Gesundheitsversorgung sichergestellt werden. Durch das interdisziplinäre Zusammenwirken im Hinblick auf die Inzidenz der Indikationen „Depression“ und „psychosomatischer Rückenschmerz“ wird das soziale Gefüge und der produktive Standort langfristig gesichert werden.
Ein wesentlicher Erfolgsbaustein ist die Entwicklung und Einrichtung eines Informationssystems für ärztliche Entscheidungsunterstützung, sowie eine patientenverständliche interaktive Gesundheitsakte, welche evidenzbasiertes Wissen bereitstellt und gleichzeitig eine vorausschauende Gesundheitsgestaltung ermöglicht.
Wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden die Prozess- und Produktentwicklungen durch eine nutzerorientierte Akzeptanzforschung und Adhärenz-Förderung, durch quantitative und qualitative Versorgungsforschung, sowie die regionale Vermittlung von evidenzbasiertem Wissen durch eine Gesundheitsakademie, die zugleich Werkzeug und Forschungsgegenstand ist.

