Durch die intensive Kooperation zwischen Hochschulen, Wirtschaft und den medizinischen Versorgungsstrukturen in der Region hat sich ein Cluster gebildet, das in gegenseitiger Wechselwirkung die Zielsetzung verfolgt, Prävention und Gesundheitsförderung an der Schnittstelle Lebenswelt / Arbeitswelt zu entwickeln und gesellschaftlich zu verankern. Im Ergebnis werden Belastungen in der Umwelt und am Arbeitsplatz reduziert. Dabei profitiert die Bevölkerung von der interdisziplinären Zusammenarbeit der Betriebsärzte, niedergelassenen Ärzte und Kliniken und erhält koordinierte Unterstützung bei der Bewältigung psychischer Probleme. Sie erreicht dadurch mehr Lebensqualität und gesteigertes Wohlbefinden. In der Folge stehen der Wirtschaft allgemein gesunde und motivierte Mitarbeiter als Arbeitskraft zur Verfügung. Die Senkung der Versorgungskosten ist obligatorisch und logisch.
Durch die initiierten, gekoppelten Maßnahmen in der Gesundheitsregion profitieren alle direkt und indirekt. Die Forschung liefert die Empfehlungen, die ein permanentes Überprüfen und Anpassen der Versorgungsstrukturen ermöglichen.
Im Rahmen der Realisierungsphase werden Anreizsysteme (negativ wie positiv) entwickelt, die eine langfristige, nachhaltige Umsetzung und Finanzierung des Projekts, auch über die Zeit der Förderung hinaus und für andere Indikationen garantieren. Über die anteilige Realisierung von Kostensenkungspotenzialen der Versorgung über die Krankenkassen wird dies zudem sichergestellt. Mit dem nachgewiesenen Erfolg werden die Unternehmen sowie die Bevölkerung in die Pflicht genommen, den Standort Niederbayern als Produktions- und Dienstleistungsstandort zu sichern und die medizinische Versorgung zu finanzieren.

